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How to... make professional Webdesign

"Ich möchte unbedingt professioneller Webdesigner werden und das beruflich machen. Wie schaffe ich das?"

Vorweg: Du brauchst Geduld und Durchhaltevermögen musst kreativ sein und bereit sein, viel zu lernen. Anerkennung und Aufträge werden auf sich warten lassen, doch keine Sorge, irgendwann zahlt es sich aus.

Achtung, ich spreche hier aus MEINER EIGENEN ERFAHRUNG! Das hier ist keine grundsätzliche Anleitung, sondern EIN WEG unter vielen!


Blacky, wie war das denn bei dir?

Ich wollte eigentlich gar nie „professionel“ Internetseiten gestalten, das kam eher zufällig. Mein alter Bürojob hat mir keinen Spaß mehr gemacht und so habe ich begonnen, mich über ein Grafik-/Mediendesignstudium zu informieren.
Das Problem war, dass ich kein Abitur hatte, sondern „nur“ Mittlere Reife. Sprich: Mit Studieren an einer Hochschule ist schonmal nichts, außer ich zahle diverse 100 Euro im Monat für eine Privatschule. Das war natürlich nicht drin.

Ich bin dann auf die Studiengesellschaft Darmstadt (SGD) gestoßen, wo man Fernstudiengänge machen kann.
Habe mich für den Studiengang „Geprüfter Webdesigner/in“ entschieden (hier sind genauere Infos) und über 1 Jahr lang dieses Studium verfolgt. Es gibt dort einen zertifizierten Abschluss, der so viel gilt wie an einer Hochschule. Also nichts gefakt hier ;)

Damit hätten wir die Theorie, doch die Praxis kam meiner Meinung nach viel zu kurz. Also habe ich mit bei einer Webdesignagentur in München (CODE64) als Praktikantin beworben und konnte dort ein 6-monatiges Praktikum absolvieren (mit geringem Gehalt von 240 €).

Ich rate euch auf jeden Fall – wenn ihr wie ich Quereinsteiger seid und kein Mediengestaltungsstudium habt – macht Praktikas! Man lernt SO VIEL über designen und coden und über die Arbeit eines Webdesigners im Allgemeinen!

Die ersten Wochen des Praktikums war ich beispielsweise jeden Tag sowas von down, weil ich gemerkt habe, wie wenig ich als Hobbydesigner eigentlich konnte. Codingtechnisch kommt man mit dem üblichen Hobby-Designer-HTML und CSS schon sehr weit, aber designtechnisch kann man noch wirklich extrem viel dazulernen.
Trotzdem habe ich es absolut nicht bereut und meine Bandbreite an kreativem Denken stark erweitern können.

Ja, und dann?
Nun hast du einen Studienabschluss und ein Praktikum und willst endlich losdesignen. Da hätten wir den wohl schwierigsten Part. Denn: Wie kommt man an potenzielle Kunden? Wie verhält man sich gegenüber denen? Was darf man verlangen und wie wird abgerechnet?

Das allererste ist, dir einen eigenen Internetauftritt (Portfolio) zu schaffen. Dort erzählst du etwas über dich, berichtest über neue Tätigkeiten und preist natürlich dein Aufgabengebiet an.
Außerdem solltest du auf der Seite auch die Designs zeigen, die du bereits gemacht hast. (Viele stellen in ihren Portfolios auch andere Webarbeiten wie Grafiken oder Colorings aus, genauso gehen Fotos oder Zeichnungen. Hauptsache, kreativ.)
Und natürlich, ganz wichtig: Stelle Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung! Auf jeden Fall muss ein Formmailer her, sowie deine E-Mailadresse und Telefonnummer. Auch gut an kommen Links zu Social Networks, bei denen du vertreten bist: Facebook, Twitter, MySpace, Xing. Oder RSS Feeds. (Achte aber dabei wieder darauf, nicht unbedingt die Bilder der letzten Party, an die du dich vor lauter Rausch nicht mehr erinnern kannst, auf dein Facebook Profil zu stellen, welches sich Kunden ansehen sollen!)
Mehr dazu findest du übrigens hier: Wie gestalte ich mein Portfolio?

Mein Portfolio; dessen Design mich Wochen gekostet hat: Designbomb.de

Du siehst, das Design ist ganz anders als die Treasure-Chest-Layouts. Alles sehr schlicht und modern gehalten. Firmen mögen sowas. (Deshalb ist Vielfältigkeit auch so wichtig und diese bekommst du eben am besten in Praktikas vermittelt!)

Wie kommt man jetzt an Kunden?

Ich habe es so gemacht: Bekannte von mir angesprochen, ob sie jemanden kennen oder für ihre eigene Firma einen Internetauftritt brauchen. Um es den Leuten schmackhafter zu machen, kannst du gerne dazu sagen, dass du noch am Lernen bist und deswegen eine komplette Website zum Beispiel für 150 Euro pauschal erstellst. So hast du etwas daran verdient und der Kunde freut sich, dass er nicht viel zahlen muss.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Leute froh sind über solche Angebote, weil sie selbst oft keine Ahnung haben, an wen sie sich für einen Internetauftritt wenden sollen, bzw. Agenturen oft viel zu teuer sind.
So habe ich zum Beispiel für einen Schreiner, eine Arztpraxis, einen Zimmerer und eine gemeinnützige Organisation den Internetauftritt gestalten können.

Wichtig ist, dass du keine zu große Scheu hast, die Leute darauf anzusprechen und dass du fair bist und vorab sagst, was du kannst und was nicht. Nicht, dass die Kunden sich dann falsche Hoffnungen machen.
Dass Webdesignkunden oft die schwierigsten sind und wie man am besten mit ihnen umgeht, erfährst du in einem gesonderten Artikel. ;-)

Meine „Masche“ war, im Impressum einen Link zu meinem Portfolio anzugeben, zusammen mit meiner Anschrift und E-Mailadresse. Dies reicht meistens schon, um andere potenzielle Kunden auf dich aufmerksam zu machen.
Praktisch sind natürlich auch Beziehungen, d.h. mach deine Arbeiten immer so gut es geht und dass der Kunde zufrieden ist. Dann wird er dich weiterempfehlen!

Money, money, money?!
Sobald du deinen Auftrag erfolgreich abgeschlossen hast, geht’s ans Geld.
Wie viel darf ich verlangen? Das war für mich auch sehr schwer und ganz ehrlich – ich kann hier keinen wirklichen Tipp geben. Es kommt auf die eigenen Fähigkeiten an (eine Flashwebsite wird natürlich mehr kosten als eine HTML-Seite).

Abgerechnet wird normalerweise in Stunden.
Dauer in Stunden x dein Brutto-Stundensatz = Kosten für den Kunden

Minimum sind aber 20 € pro brutto Stunde. Nach oben hin gibt es keine Grenzen! ;)
Verkaufe dich in jedem Fall nicht unter Wert, aber übertreibe es (vorallem am Anfang) auch nicht!

Hier kannst du mehr zum Thema Kostenkalkulation für Webdesigner nachlesen:
Webdesignblog: Wie viel verdient ein Webdesigner?
Pixelpetrus: Webdesigner Stundenlohn

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